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Ich breche aus,  
aus der Welt des Fliederduftes und warmen Sonnenstrahlen.
Aus der Welt in der sich Kühe dem Löwenzahn unterwerfen.
In der Fliegen die Bienen jagen.
Aus der Welt in der Vögel die Stromzäune besiegen.
In der Flieder dem Hollunder Platz gewährt. ´
Aus der Welt in der sich Knollen mit Erde paaren.
In der Butterblumen die Brennnesseln pieksen.
Aus dieser Welt drückt es sich raus.  
Ich drücke mich raus.
Mit einem Steinhammer zerschlage ich das Schloss..
das Schloss zur Kehrtseite der hellen Welt.
Die dunkle Seite.
Hier wo Spinnenweben sich um Holz schlängeln.
Wo schwarze Spinnen sich mit Fledermäusen vereinigen.
Hier wo verfaulte Zwiebeln mit dem Boden eins werden.
Wo Finsternis alles auffrisst.
Hier drücke ich es raus.
Hier drücke ich mich raus.
Ein riesen Haufen verlässt meinen Körper.
Großer Haufen gebettet auf Unschuldigkeit.  
Ich drücke alles raus..
alles was mich bedrückt.
Meine Hand umschließt die Unschuldigkeit,
nehme sie mit in die helle Welt.
In die Welt des Fliederduftes und warmen Sonnenstrahlen..
10.5.08 10:24


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Er kommt ganz leise
dabei poltert er mächtig laut.
So laut - dass unsere Ohren ihn nicht Hören wollen.
 
Er kommt ganz langsam
dabei geschieht es viel zu schnell.
So schnell - dass unser Herz ihm nicht hinterher kommt.
 
Er schaut ganz friedlich aus
dabei ist er scheußlich häßlich.
So häßlich - dass unsere Augen ihn nicht sehen wollen.
 
Er fühlt sich warm und zart an
dabei ist er hart und kalt.
So kalt - dass unsere Hände ihn nicht fühlen wollen.
 
Er ist so leicht wie eine Feder
dabei ist er schwer wie Blei.
So schwer - dass wir ihn kaum tragen können.
 
Er riecht süß
dabei stinkt er widerlich.
So widerlich - dass unsere Nase ihn nicht riechen will.
 
Er ist verlogen
dabei so wahr.
So wahr - dass wir ihn nicht wahrhaben wollen...

11.5.08 12:47


Leise und eingerollt liegt der kleine Apfelkern in seinem Nest
schützende Wärme hält ihn fest.
Er denkt er will hier raus,
hält die Enge nicht mehr aus.
Schützende Wärme.
Erdrückende Enge.
Paradox kommt ihm das vor.
Wo ist das große Lebenstor?
Ist sein Leben denn hier drin?
Wo versteckt sich da der Sinn?
Heute ist er weg.
Heute hat er sich versteckt.
Er denkt – auf Suche werd ich gehen.
Möchte den Sinn bald wieder sehen.
Laut fängt er zu rufen an,
schreit so laut er kann.
Siiiiin? Wo bist du?  
Zeig dich mir, ich will wissen wo du bist,
damit ich weiß was der Sinn meines Lebens ist.
Er denkt frag ich halt den Nachbarkern,
den ich lieb habe und so gern.
Ach Kernlein was bist du dumm
Rufen kannst du den Sinn doch nicht.
Er ist direkt vor dir, vor deinem Gesicht.
Vor mir?
Wo?
Zeigst du ihn mir?  
Dann wäre ich froh.
Kernlein, nein, wie soll das gehen?
Wie soll ich deinen Sinn denn sehen?
Jeder hat doch seinen,
aber helfen kann ich dir.
hör halt auf zu weinen,
setz dich zu mir.
Ich binde deine Augen zu.
Schließe deinen Mund.
Verstopfe deine Nase.
Und halte deine Ohren zu.
Sag mir – wie geht es dir nu?
Das Kernlein ganz verwirrt,
es weder sieht noch hört,
hilflos durch die Gegend irrt.
Mit den Händen fühlend vorwärts tastet
nach immer mehr Eindrücken tastet.
 
Ich fühle...
Fühle warm und kalt.
Fühle nass und trocken.
Fühle weich und hart.
Fühle rauh und glatt.
Ich fühle so vieles Kern, schau.
 
Und nun mach ich deine Nase frei.
Sag Kernlein- wie geht es dir dabei?
Das Kernlein aufgeregt die Nase hebt,
und viele Gerüche erlebt.
 
Ich rieche...
Rieche gutes und schlechtes.
Rieche Blumen.
Rieche Regen.
Ich rieche so vieles Kern, schau.
 
Nun mache ich deine Ohren frei.
Und Kernlein sag – was hörst du dabei?
 
Ich höre...
Höre leise und laut.
Höre schnell und langsam.
Höre Lachen.
Höre Weinen.
Ich höre so vieles Kern, schau.
 
Nun mache ich dein Mund wieder auf.
Los Kernlein erzähl – ich bin gespannt darauf.
 
Ich schmecke...
Schmecke süß und sauer.
Schmecke salzig und süß.
Schmecke gutes und schlechtes.
Ich schmecke so vieles Kern, schau.
 
Nun Kernlein mach ich deine Augen frei.
Sag mir – was siehst du dabei?
 
Ich sehe...
Sehe hell und dunkel.
Sehe Farben.
Sehe Tiere und Blumen.
Sehe Menschen.
Ich sehe was ich rieche.
Ich sehe was ich fühle.
Ich sehe was ich schmecke.
Ich sehe was ich rieche.
Ich sehe so vieles Kern, schau.
 
Und nun mach ich wieder frei dein Herz.
Kernlein sag – was du fühlst außer Schmerz.
 
Ich fühle..
Fühle was ich sehe.
Fühle was ich rieche, schmecke, höre und taste.
Fühle Glück.
Fühle Geliebt werden.
Fühle Zu Lieben.
Ich fühle so vieles Kern, schau.
Ich fühle die Welt – um mich herum.
Ich fühle meinen Sinn..  
 
Ja Kernlein.. den Sinn kannst du nicht rufen..  
Du kannst ihn erfahren mit deinen Sinnen..  
Auch ganz tief in dir drinnen.
Da kannst du ihn sehen und tasten.
Da kannst du ihn schmecken und hören.
Da kannst du ihn fühlen..
  
16.5.08 22:33





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